Highspeed für Bad Honnef: Schneller Ausbau dank Micro-Trenching

Die Telekom baut ihr Netz in Bad Honnef aus und nutzt dazu erstmalig das innovative Micro-Trenching Verfahren, um die Glasfaserkabel in die Erde zu verlegen. Bei diesem Verfahren werden mittels Frästechnik schmale Gräben und Schlitze in den Asphalt eingebracht. Diese Verlegemethode beansprucht nur wenig Platz und ermöglicht eine schnelle Fertigstellung von Glasfasertrassen, der eigentliche Tiefbau entfällt an vielen Stellen. Durch die damit einhergehende kürzere Ausbauzeit beschränken sich die Beeinträchtigungen für die Anwohner durch Baustellen. Dies ist jedoch nur möglich, da die Stadt Bad Honnef diesem Verfahren zugestimmt hat.

„Mit dem Breitbandausbau ergeben sich für Bad Honnef neue Chancen, sagt Otto Neuhoff, Bürgermeister der Stadt Bad Honnef. „Als erste Kommune für die neue Microtrenching-Technologie können vor allem die Bürgerinnen und Bürger von diesem Verfahren profitieren, da es mit geringerem Aufwand und fast ohne optische Beeinträchtigungen die Verlegung von Glasfaserkabeln ermöglicht.“

„Wir nutzen jede Chance, um den Breitbandausbau in Deutschland voran zu bringen. Micro-Trenching bietet hierbei eine ideale Möglichkeit den Bürgerinnen und Bürgern so schnell wie möglich einen schnellen und zukunftssicheren Internetanschluss zur Verfügung stellen und die Glasfaser noch näher zum Kunden zu bringen“, sagt Dieter Regenthal, Leiter Produktion Telekom Technik GmbH. „Wir danken der Stadt Bad Honnef für das Vertrauen und hoffen, dass sich viele weitere Städte und Gemeinden von diesem Verfahren überzeugen lassen“, ergänzt Regenthal.

In Bad Honnef wird das Unternehmen rund 30 Kilometer Glasfaser verlegen und 32 Multifunktionsgehäuse aufstellen oder mit modernster Technik ausstatten. Dadurch werden ca. 9.000 Haushalte in Bad Honnef bis Ende 2016 Vectoring-fähig und erreichen dann Geschwindigkeiten beim Herunterladen bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Heraufladen vervierfacht sich das Tempo sogar auf bis zu 40 MBit/s.

Micro Trenching

Beim Micro-Trenching wird eine Nut von 2 bis 6 cm Breite und etwa 10 – 25 cm Tiefe in die Straße oder den Bürgersteig gefräst. Nachdem Breite und Tiefe kontrolliert sind, können die Glasfaserkabel in kleineren Röhrchen verlegt und die Fräsrille aufgefüllt werden. Nach der Aushärtung wird die Deckschicht abgefräst und Asphaltfeinbelag mit Fugenband eingebaut. Die unterschiedlichen Trenchingverfahren (Micro-, Mini- und Macrotrenching) unterscheiden sich in der Tiefe und Breite der realisierten Verlegefuge sowie in der verwendeten Schneide- bzw. Frästechnik. Neben asphaltierten Oberflächen können auch andere Böden bei einer Breite bis 60 Zentimeter und einer Tiefe bis zu 200 Zentimeter bearbeitet werden. Der angefallene Aushub kann im weiteren Prozess wiederverwendet werden. Als innovatives Verfahren zur Verlegung von Glasfaserkabeln in Straßen und Wegen stellt insbesondere die Microtrenching-Technologie ein großes Potenzial für zügigen und kosteneffizienten Breitbandausbau dar.




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