Studie: Bluetooth Technologie bei Konsumenten auf dem Radar

Neun von zehn Konsumenten weltweit kennen Bluetooth als Technologie für drahtlose Netzwerke. Sie ist damit im Bewusstsein von Endkunden stärker verankert als noch 2012 (86 Prozent). In der gleichen Zeit ist die Nutzung von Bluetooth um 32 Prozent auf 78 Prozent rasant gestiegen (2012: 58 Prozent). Das geht aus einer repräsentativen Studie des kanadischen Marktforschungsunternehmens Lux Insides hervor, die in sieben Ländern 3.000 Käufern von Technologiegeräten zu ihren Wireless-Präferenzen befragt hat. Im Schnitt besitzt danach jeder Konsument knapp vier Geräte, die sich auf diesen Standard verstehen. Sechs von zehn Studienteilnehmer achten zudem bei einer Kaufentscheidung auf Produkte, die sich per Bluetooth verbinden lassen. Die am häufigsten genannten Gründe dafür: Die Vernetzung ist besonders zuverlässig, Bluetooth ist einfach zu nutzen und erleichtert ihnen das tägliche Leben.

Das Analystenhaus ABI Research geht davon aus, dass alleine in diesem Jahr gut 3 Milliarden Bluetooth-fähige Geräte hergestellt werden. Bis 2021 soll dieser Wert auf über fünf Milliarden Geräte anwachsen. Diese hohe Marktdurchdringung äußert sich in einer wachsenden Nachfrage nach speziellen funkbasierten Anwendungen. Hoch in der Käufergunst stehen danach Geräte zur Heimautomation, standortbasierte Dienste aber auch Geräte zur persönlichen Überwachung und Nachverfolgung sowie zur Zutrittskontrolle per drahtlosem Netz.

„Aus der Studie wird ein genereller Wandel in der Wahrnehmung von „Konnektivität“ deutlich“, erläutert Errett Kroeter, Vice President Marketing der Bluetooth Special Interest Group (SIG). „Konsumenten erwarten heute in allen Aspekten ihres Lebens die gleiche, einfache Anbindung wie sie es von Fitness-Trackern oder beim Musikgenuss gewohnt sind. Wir entwickeln Bluetooth ganz bewusst in diese Richtung weiter.“

Die Nachfrage nach Konnektivität im künftigen „Internet of Things“ (IoT) fokussiert sich immer mehr auf Bereiche, in denen Konsumenten zusätzliche Kontrolle und Einblicke benötigen. Daher erstaunt es wenig, dass für die Befragten Anwendungen auf Basis von Standortdaten ganz oben auf der Wunschliste stehen – beispielsweise Notfallsender um erste Hilfe anzufordern oder Navigationshilfen im öffentlichen Raum und in Gebäuden. Eine gleich hohe Bedeuteung messen sie der Heimautomation zu, also der Überwachung von Licht, von Sicherheitssystemen oder der Kontrolle der Raumtemperatur. Als Drittes nannten die Befragten Anwendungen zur persönlichen Überwachung – beispielsweise die Erfassung und sichere Weitergabe sensibler Gesundheits- oder Wellness-Daten.

Errett Kroeter weiter: „Interessanterweise sind viele der Anwendungen, die sich Konsumenten heute wünschen bereits verfügbar. Beacons auf Basis von Bluetooth leiten heute schon Menschen durch Gebäude. Bluetooth Hubs synchronisieren unterschiedliche Heimgeräte miteinander und lassen sich über Internetzugänge steuern. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt unserer Vision einer vernetzten Welt, die das Leben einfacher gestaltet und das IoT für jeden zugänglich macht.“



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